Die Lavaströme vom 4.-7. Juni 01

 

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Der Ostrand des Voragine Kraters

Unser beschauliches Dasein an diesem mächtigen Vulkan. In der Mitte des Bildes unser Zelt, das in der darauf folgenden Nacht von orkanartigen Böen zerstört wurde.

 

Die Nordostflanke des SE - Konus ist überzogen mit Lavaströmen, die je nach Magmaspiegel und dem Druckpotenzial im inneren des Vulkans an der Oberfläche in Erscheinung traten. Ein ansehnliches Beispiel dafür waren die Austrittsstellen in dem 500m breiten Lavafeld, welche sich rein durch ihre geodätischen Höhen unterschieden. Das bedeutet, wenn der Druck stieg, floss auch am höchstgelegenen Punkt Lava aus.

 
 

Ein unterirdischer Lavastrom tritt an die Oberfläche.

 

   

Die in Richtung Vale del Bove abfließenden Ströme. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit. Zusammen mit einer französischen Gruppe war dieses Treffen mit viel Freude und Faszination am flüssigen Urgestein begleitet. Irgendwie hatte die Anordnung der Lavaströme schon beinahe Achterbahncharakter.

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Am 5.6 morgens 7.00 h.  Zusammenpacken des total demolierten Zeltes und was sonst noch übrig blieb.


Auf den Strömen vom 5.Juni

              

 "Frische, Lava"

In den Morgenstunden machte sich plötzlich ein Klirren und die Geräusche einer aufbrechenden massiven Lavakruste laut bemerkbar. Innerhalb von Minuten erschien an der Oberfläche ein neuer Lavaausfluß, der sich langsam durch das bereits über Nacht abgekühlte Lavabett mit ca. 0,5 m/s schlängelte. Nach einer Stunde erreichte der mittlerweile 10 Meter breite Strom den Rand des Feldes. Somit bekamen wir trotz der Strahlungshitze die Möglichkeit, auf Gartemperatur an das flüssige Urgestein  heranzukommen. Trotz der sehr intensiven Mittagssonne leuchtete die Lava zwischen der immer wieder aufreißenden Kruste intensiv rot.

 

Oben: Experiment auf 3050 m mit einem chancenlosen Objekt

 

Ingo v. Kaenel vor dem mächtigen Lavafeld. Im Hintergrund der SE- Konus mit dem neuen Seitenaustritt Levantino (links). Die in den Augen brennenden Gase, ausgesandt vom NO-Krater und Windhosen, die nicht nur um uns herum tanzten, machten den Aufenthalt zur Qual.

   

Ich denke, eine der größten Kochgelegenheiten, die zu diesem Zeitpunkt zu haben war. Links zwei Koteletts im Grillversuch. Der Geschmack war einmalig, jedoch die Sandpanade verursachte Kauprobleme. Rechts: Der schäbige Versuch, einen Kuchen aufzubacken.....

 


Der 7. Juni 01 um  3.00 h - 4.00 h

Die erste Eruption der Strombolianischen Aktivitäten der neuen Episode 2001 am Südostkrater wurde nur mit diesem Photo dokumentiert. Der Standort war der Campingplatz Mareneve nahe Milo, elf  Kilometer vom Gipfel entfernt. Die spärliche Lavafontäne am SO erreichte ca. 300 m Höhe. Der neue Satellitenkonus Levantino hatte jedoch eine sehr helle, füllige Magmafontäne von ca. 200 m Höhe.  

Die hellen Punkte sind Sterne und nicht das Resultat einer verstaubten Scanneroberfläche. Tipp: Das untere Eck am Swimmingpool des Campingplatzes hatte sich als sehr guter Beobachtungspunkt herausgestellt.


  Zu den weiteren Ereignissen vom 4.6 - 20.6.01

 

  

4-6. Juni An den Lavaströmen des SEC
8.-10. Juni Neue Eruptionsphase am SEC
12.-20. Juni Fuoco dell' Etna, "Tutto rosso"

 

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 © 2005 photos by T. Boeckel ,last modification 18.1.05


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