Der Ätna, die Vielfalt der Eruption

 24. - 27. November 2006,  von Richard Roscoe

   

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Cinema 

 


Dieser Bericht bezieht sich auf Observationen der Eruptionen am 24-26 Nov. 2006.  Diese Periode wurde wegen der guten Wettervorhersagen ausgesucht.  Sichtverhältnisse waren wie erwartet gut, allerdings wurde unser Abstieg am 26. durch dichten Nebel erschwert.

 

Am frühen Morgen des 24. begann ein Paroxismus des SE Kraters.  Von der Rifugio Sapienza aus beobachteten wir die dicken Aschewolken und freuten uns darauf den Ausbruch aus der Nähe zu sehen.  Als wir oben ankamen wurden wir aber angewiesen sofort wieder herunterzufahren.  Zum Glück konnten wir nach einigen Diskussionen eine Stunde bei der Seilbahnstation verweilen um wenigstens etwas von dem Ausbruch sehen zu können. 

 

Am späten Nachmittag, als die Ascheauswürfe aufgehört hatten konnte man von 1120m Höhe auf der Zafferana-Etna Strasse, und später von Monte Zocollaro mehrere Lavaströme erkennen, die z.T. aus dem Riss in der Flanke des SE Krater stammen.

   

 

Am 25. war es möglich zum Lavafeld oberhalb des Valle del Bove zu gelangen.  Lava strömte dort aus einem Hornito heraus und floss dann die Bergflanke herab. Keine anderen Lavaströme waren sichtbar.  Der Strom war zwischen ein paar Tage alte Ströme eingebettet, die betreten werden mussten um den Strom aus der Nähe beobachten zu können.  Die Bodentemperatur in diesem Bereich war daher relativ hoch.  

 

Dies verursachte Probleme mit Schuhsohlen und schmolz auch die Füße meines Stativs ab.  Am frühen Abend überquerte ich den Lavatunnel über dem Hornito und ging zu dessen NW Seite wo der Lavastrom besser beobachtet werden konnte und auch in der Dämmerung einige Auswürfe von dem Hornito beobachtet werden konnten.  Zu diesem Zeitpunkt fing der SE Krater wieder an Asche auszuwerfen, und um nicht von der Strasse abgeschnitten zu werden wenn größere Lavaströme resultieren sollten, querte ich wieder auf die SE Seite des Stroms zurück.  Leider lief ich dadurch einem Polizisten über den Weg und wurde wie alle anderen Zuschauer nach unten geschickt. 

 

Am 26. kamen wir um 10:30 morgens an der oberen Seilbahnstation an und konnten den Auswurf von Asche aus einem Krater auf der Ostflanke des SE Kraters beobachten.  Glücklicherweise war ein Besuch des Lavafeldes noch möglich und sowohl das Lavafeld wie auch der Hornito schienen wenig verändert.  Der Ostflanke Krater war die meiste Zeit Aktiv.  Am späten Nachmittag schleuderte der Hornito Glutmaterial bis zu einer Höhe von schätzungsweise 80m, hörte aber leider während der Dämmerung wieder auf.  Der Ostflanke Krater war immer noch Aktiv als wir nach Nachteinbruch gingen.  Obwohl etwas Glut zu erkennen war, wurde das meiste von Asche verdeckt.

 

Am morgen des 27. konnten laute Explosionen von der Rifugio Sapienza Gegend gehört werden, aber Wolken verhinderten die Observation der Aschewolke.  Durch eine Veränderung der Windrichtung war der Flughafen von Catania wiedereröffnet worden (er war vom 24-26. wegen der Vulkanasche geschlossen worden) und es war möglich wie geplant nach Hause zu fliegen.


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 ©  2006 photos and text by R.. Roscoe, Video Boeckel, last modification 30.11.2006