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So schön kann das Filmen sein.

Fangen wir mit den
meteorologischen Eigenheiten die uns im stabilsten Monat Oktober während
den Dreharbeiten so am Rande auffielen an. Normalerweise ist das nicht
meine Art erst übers Wetter zu plaudern, aber in diesem Fall war es schon wieder eine Kuriosität. Die Bilder zeigen
das Kamerateam in Blickrichtung Catania, dass trotz des aufziehenden
Unwetters versuchte die historische Kirche der Vorstadt Misterbianco in
den Kasten zu bringen. Die auf den Photos verborgene Kirche fiel 1669
bei dem historischen Ausbruch des Ätnas dem mächtigen Lavastrom
halb zum Opfer. Nun herrschte erneut Weltuntergangsstimmung. Das
Filmteam schleppte sich mit der gesamten Ausrüstung noch schnellstens in die rettende Fahrzeuge, da
das gewaltige Orkangewitter begleitet mit heftigem Hagel und Regen zu
seinem Besten wütete und innerhalb von 20 Minuten die Straßen von Misterbianco
und Catania bis zu 30 cm unter Wasser setzte. Rechts oben 'gelb', Boris Behncke im Vorbeiflug.
Die Tage um den Etna
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1.) Dr. B.Behncke, R.Gladitz 2.) Tom Fleckenstein,
R.Gladitz , Frank Bäumer, Dr. B.Behncke 3) Andreas Heidl,
B.Behnke, Martin Rietze, F.Bäumer 4) F. Bäumer, B.Behncke
Und warum das Ganze? Der BR rief
hier an ob Interesse bestände bei diversen Fernsehberichten über den
Etna mitzuwirken. Gleichzeitig sollten dazu die Dreharbeiten mit Boris
Behnke in der Doku 'Faszination Wissen' laufen. So weit so gut, unser
Team bestehend aus Andreas Heidl, Martin Rietze und mir war startbereit
und seit langem gut vorbereitet ( Equipment, Urlaub einreichen, etc..),
bis die liebe Redaktion des BRs drei Tage vor der Abfahrt die
Randbedingungen herumriss. An dieser Stelle noch mal ein herzliches
Danke Schön von meiner Seite aus. Wir sollten unseren Dreh erst bekommen
wenn der Ätna aktiv gewesen wäre. Und somit begann das ganze Chaos.
Fahr'ma oder fahr'ma ned. Ein Hin und Her so dass eine aktive
Unterstützung des Ätnas allen so richtig in den Kram gepasst hätte.
Letzt endlich kam das Ganze doch zu
Stande, und war dem engagierten Produktionsteam unter der Leitung von
Ralph Gladitz und dem 4D Team zu verdanken.

Frank Bäumer (4D-Produktionsteam)
Nachdem bekannt war das unser
Dreh doch ziemlich flachfallen würde ( Welcher Vulkan bricht schon planmäßig
aus ) gingen wir recht relaxed an die Sache. Wir recherchierten ein wenig
hier, ein wenig da und stellten nach unseren eigenen Filmarbeiten fest,
dass hier das Jagdrevier für überdimensional große Steinpilze und Maronen
war. Also nix wie in
die Wälder, feucht war's ja eh und wer kam als erstes mit einer Riesenbeute
zurück? Der Frank Bäumer. Frank besuchte schon mehrmals den Ätna, ist von
diesem Vulkan fasziniert
und während der Zeit in Sizilien für die fachlichen Recherchen zuständig gewesen

Verkohlter Drache 2002

2) Fahrdienst Heidl
3) Behncke, Fleckenstein, Gladitz 4) BR Team bei Dreharbeiten
Mit den Dreharbeiten in der Nord und
Nordostregion am Ätna begann mit Boris Behncke der fachlich interessante
Teil. Von Verwerfungen die ganze Straßen versetzen bis zu abgleitenden
Häusern hatten wir die Möglichkeit, die Folgen der geologischen Bewegung des
Vulkanmassives bzw. des sizilianischen Festlandes, näher kennen zu lernen.
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Boris Behncke vor dem Trümmerhaufen des Hotels Piano Provenziana. In wenigen
Minuten wurde dieses Hotel von dem mächtigen Lavastrom 2002 überrollt. 2) Die
Abdrift des gesamten Nordosthanges mit einer vermutlichen Masse von 1000 km³
- Sie lesen schon richtig, ist mit einem einfachen Zollstock messbar. Genau
hier zieht sich die mächtige Trennungsspalte durch. Der Erbauer war sich
wohl nicht so im Klaren was die tektonischen Bewegungen an diesem Vulkan
verursachen können. Auf dem Photo sieht man die Betonplatte und die Kante
des sich talwärts bewegenden Hauses. B.Behncke hatte dazwischen reichlich
Platz. Während die Betonplatte dem sog. starren Teil des Etnas zugehört so
steht das einstöckige Wohnhaus auf dem beweglichen Teil. Die Gesamtbewegung
über die letzten Jahre betrug etwa 110cm. Bei dem Ausbruch 2002 wanderte die
Hütte glatt einen halben Meter talwärts. Der Besitzer ist übrigens
ausgezogen. 3) An
der Piano Provenziana. Links, ein alter Bekannter vom Ausbruch April 2000 (
damals unterwegs mit Jacques Durieux). Er bekam 2002 leibhaftig die gesamte
Zerstörung mit.

Nino an der Kamera und sein
Assistent. Tom Fleckenstein kontaktierte von München aus in letzter Minute
dieses Kamerateam, ansonsten wäre die gesamte Sache ins Wasser gefallen. Es
stellte sich später heraus das Nino der Vulkan -Kameramann von der RAI
UNO ist, und alles was bisher am Ätna vorfiel gefilmt hatte.

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