Stromboli, Ätna

     Mai 2009  

 

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1 Jahr war ich nicht mehr auf Stromboli. Da sich dort inzwischen einiges verändert hat und die Aktivität derzeit eher hoch ist, siehe Bericht von Thorsten, beschloss ich einen Kurztrip dorthin. Nach langer Schlechtwetterphase schlug das Wetter zum Maivollmond hin doch zum positiven hin um. Sogar ein südlicher Wind sorgte für trockene, gutsichtige Luft welche die berüchtigte Dampfglocke des Strombolikraters auflöste. Zudem zeigte sich Stromboli in bester Laune.

 

      

Zwar waren die Eruptionen nicht mehr so energiereich und laut wie noch ein paar Wochen zuvor, aber die Aktivität war besonders vielgestaltig. Ascheeruptionen und Auswurf beachtlich großer Schlacken im Abstand von nur wenigen Minuten ließen keine Langeweile aufkommen.

    

  

Faszinierend waren auch die spontanen, bubbleartigen explosionsartigen Lavaauswürfe. Unter lautem Knall erfolgte dort vom westlichen Loch des Ostschlotes oftmals ein radialer Auswurf mit enorm hoher Geschwindigkeit und Reichweite.

     

  

Nach nun schon mehr als Da die komplette Sperrung vom April inzwischen wieder aufgehoben ist lässt sich die ganze Nacht relativ entspannt arbeiten.

  

     

      

  

     

 Die geförderte Lavamenge war groß genug, um bis weit in den Tag hineingenügend Rotkontrast zu geben.

     


Ätna Impressionen

Da die Anreise über Catania erfolgte bestand am Ätna die Gelegenheit, den zwar unspektakulären aber doch enorm ausdauernden Lavastrom im Valle de Bove zu besuchen. Der Weg von der Seilbahn-Fahrpiste zu der neuen Eruptionsspalte ist einfach und harmlos, davon zeigten auch frische Spuren im noch reichlich vorhandenen Schnee. Zahlreiche von dort aus aufgenommene, veröffentlichte Bilder zeigen die bekannten, aber derzeit inaktiven Kleinkrater entlang der Spalte. Jedoch erwies sich der Abstieg zu den Lavaaustrittstellen einige hundert Meter darunter als eher riskant und selten ausgeführt. Besonders der Übergang vom Schnee in die warme, lockere Aa-Lava birgt hohes Einbrechrisiko. Die ein oder andere blutige Aa-Umarmung ist quasi vorprogrammiert...

     

     

Obschon die mehrfachen, eher kleinen Lavaströme sehr ruhig und wenig dramatisch aus dem Boden hervorquellen besticht doch die Landschaft mit einer besonderen Stimmung. Besonders Nachts, wenn die Gegend in eine Vielzahl von Farben getaucht ist und die Temperatur trotz Mai mit unglaublicher Geschwindigkeit tief in den Minusbereich absinkt und alle Rinnsale schlagartig gefrieren.

Weitere Photos in ALPE, by M.Rietze

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© 2009 Photos und Text by M.Rietze, Web by Boeckel, last modification 26.05.2009