Volcan Lascar ( 5628 üNN )

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Der Lascar ist ein Stratovulkan der aus einer verlängerten Reihe von sechs überlappenden Kratern besteht und sich nordöstlich neigt. Der aktive nahe der Mitte liegende Krater ist ungefähr 800 m im Durchmesser und 300  m tiefergelegen als das östliche halbkreisförmige Kraterplateau mit fast  einem Kilometer Durchmesser. Dieses  Plateau ist wiederum von 200 – 300 m hohen fast senkrechten Kraterwänden umsäumt. Bei dem Blick in den Ostkrater bzw. seinem ebenen Plateau gewinnt man den Eindruck das darin ohne weiteres ein größeres Dorf platz hätte. Graue bis rote Ascheablagerungen von der Eruption im Jahre 1993 bedecken den Gipfel und das 'Neuland' seitens des mächtigen Bimssteinflussbettes das sich auf dem Photo rechts nach unten zieht. Der Lascar ist der aktivste Vulkan in den zentralen Anden.

Die Nordost Aufstiegsroute

  

  

GPS-DATAS und ROAD MAP

Aufstieg über Bimsstein und Asche

In etwa 4-5 Km Entfernung von den Gipfelkratern ein Impact bis zu 5 m Durchmesser. Die ballistische Kurve des andesitischen Auswurfes endete hier vermutlich in der Endphase des großen Ausbruches im Jahre 1993.Während des Aufstieges zählte ich bis zu zwanzig solcher Einschlagkrater. Durch die über dreiwöchige Akklimatisierung um die 4000 m war der Aufstieg relativ unbeschwerlich. Das Gelände in der Bimssteinrinne war gut begehbar. Die sehr steilen !! Aschefelder waren jedoch zum Schluss eine mühselige Angelegenheit. 

          

  Camp auf 4900 m, Müller, Zeller, Pusch auf den Hängen des Ostkraters  / Impakt: Hintergrund Zeller  

       

Das Plateau im Ostkrater

Am Gipfel. Die Kraterwände beeindrucken mit einer Höhe von etwa 300 m

Lascars aktive Krater

Blick vom Südostgrat  (5550m ) in den jüngsten Krater. Dieser zeigt eine stake Fumarolenaktivität. Durch die stark reizenden Vulkangase und dichten Wasserdampfwolken blieb uns der Blick bis zum Kraterboden verschlossen. Erahnen lies sich allerdings das es  hier nochmals über einzelne Terrassen 300 m tiefer ging.  

   

(Photo by Th. Pusch/Boeckel)

Vulkanische Tätigkeit 1986 bis 1993

Januar 1994

Nachmittagsstimmung. Wie ein Gemälde präsentiert sich der Vulkan mit seinem Gewitterhäubchen. Die Unwetter in der Gipfelregion sind zeitlich sehr regelmäßig  (ab 16.00 pm) und zudem auch ziemlich heftig. Auch am Ausgangspunkt auf 4100 m wurden wir von Regenschauern überrascht. ( Dabei steht es so schön in der Klimatabelle; Atacamawüste: 0,0 mm Niederschlag im März.....)  

     

Der Blick nach Norden             Rechts der Hauptgipfel des Lascars

        

Volcan Lascar am Sattel,  5150m üNN. Ein phantastischer Blick Richtung Norden. Ganz links im Hintergrund der Volcan Licancabur  5916 m in einer Entfernung von ca. 60 km. In dem näheren Umkreis von 100 km stehen etwa 30 Vulkanriesen erhaben am Ostrand der Atacamawüste. Graupel und Schnee bedeckten über Nacht  ab einer Höhe von 4900 m die Berglandschaft.

Um den Lascar  

Ein großartiger Nachbar, Volcan Aguas Caliente

Volcan Aguas Caliente  (5813 m) vom Ostkrater des Lascars (5500 m). Das chaotische Wetter machte allerdings Besteigungen über 5900 fast unmöglich.

 

        

Camp am Fuße des Vulkans

Ohne Geländewagen hat man hier wenig Chancen

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Photos by Thorsten Pusch and Th. Boeckel, GPS dates from M. Zeller and F. Mueller,