Die Lava vom Oldoinyo Lengai

von Frank Möckel

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Tabelle der Gesteinsanalysen der letzten fünf Jahrzehnte

Separate Analyse 2004

Anmerkung: Nach Angaben von Frank sind meine Proben vom Juli 2004 o.k. Eine Analyse der Lava sind in den obigen Links zu finden.

Separate Analyse 2005 (Lavaproben Chris Weber, Feb 2005)

Das Dünnschliff-Foto stammt von Prof.J.Keller (Uni Freiburg). 1988 war er mit Maurice Krafft am Oldoinyo Lengai. Eine sehr bemerkenswerte Expedition. Der Beginn der neuzeitlichen Erkundung des O.L. Es handelt sich um die porphyrische Varietät mit Gregoryit und Nyerereit als Phänokristalle in einer feinstkörnigen Matrix.

Im polarisieten Licht bei gekreuzten Polarisatoren aufgenommen.

Franks Kommentar zu den Schwierigkeiten zur Analyse der Lengai- Lava

In der Analytik der Natrocarbonatit-Lava gibt es ein fundamentales Problem. Die Nartocarbonatite sind chemisch sehr instabil. Das heißt, schon nach sehr kurzer Zeit (Tage-Wochen) setzen Alterationsprozesse (vorwiegend Hydratisierung) ein, welche auch zur mineralogischen und petrochemischen/geochemischen Umbildung führen. Heute werden Natrocarbonatitproben in speziellen Behältern transportiert und sofort laboranalytisch untersucht. Somit können chemische Veränderungen der Lavaproben ausgeschlossen werden. DAWSON hat 1962 in der Zeitschrift NATURE die erste Analyse der Natrocarbonatitlava vom Oldoinyo Lengai veröffentlicht. Diese Lavaprobe war nicht frisch !!! H2O - Konzentrationen von über 8 % beweisen das. Frische Natrocarbonatitproben haben maximal 0,56% Wassergehalt (KELLER,KRAFFT 1988). Daher bin ich eher geneigt keine unfrische Natrocarbonatitproben kostenintensiv zu analysieren.

Dünnschliff-Foto von Natrocarbonatit (1988, Prof.Jörg Keller, im einfach (linear) polarisierten Licht fotografiert.
 

 Wissenschaftlicher Bericht von

Frank Möckel
OT Silberstrasse
Oberhasslauer Strasse 15
08121 WILKAU-HASSLAU
G e r m a n y

e-mail
fracture-frank@t-online.de

 

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 © Photos and Text from Frank Möckel, translation  by  Boeckel,  last modification 2.07.2005