Vulkane

Neuseelands, 2007

by Richard Roscoe

 

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Neuseeland bietet nicht nur ein Spektrum von verschiedenen Vulkanlandschaften, sondern auch eine große Anzahl verschiedener Pinguinarten.  Daher verbrachte ich im Nov. 2007 3 Wochen auf den N und S Inseln um mir beide anzuschauen.

Die N Insel beherbergt eine Anzahl von historisch aktiven Vulkanen, sowie auch verschiedene Geothermalgebiete, die seit über 100 Jahren touristisches Interesse hervorrufen.  Rotorua bietet eine praktische Basis um viele dieser Gebiete zu erkunden.  Rotorua hat ein eigenes Geothermalgebiet mit dem Pohutu Geysir (Abb.1), attraktivere Gebiete können jedoch entlang der nach Süden verlaufenden Hauptstrasse gefunden werden, wie z.B. Wai-O-Tapu und Waimangu Valley.  Des Weiteren ist es von Rotorua aus möglich mit dem Helikopter nach White Island Vulkan zu fliegen.

 

White Island (Abb.2a) liegt ungefähr 50km vor der Küste in der Bay of Plenty.  Die Aktivität während meines Besuchs war lediglich fumarolisch, jedoch wird eine Eruption in nächster Zukunft erwartet. Ein heißer säurehaltiger See füllt einen der Krater (Abb.2b).  Die Hinterlassenschaft von einem längst aufgegebenen Schwefelabbauversuch sind auch noch auf der Insel zu erkennen (Abb.2c).

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Auf dem Rückflug von White Island war es möglich über den Gipfel von Mount Tarawera Vulkan zu fliegen (Abb.3a), welcher durch den Plinischen Ausbruch von 1886 in zwei Teile gespalten wurde.  Dieser Ausbruch zerstörte die weltberühmten rosa und weißen Sinterterrassen bei dem Rotomahana See (Abb.3b).  Waimangu Valley Geothermalgebiet ist auch ein Ergebnis dieser Eruption die sich über eine 17km lange Spalte abspielte.  Obwohl diese Gebiet keineswegs ein Ersatz für die alten Terrassen sein kann, ist es trotzdem interessant.  Eine Wanderung darin bringt einen auch zu dem Ort wo der größte bekannte Geysir (Waimangu Geysir) (Abb.3c) zwischen 1900 und 1904 tätig war.

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Wai-O-Tapu (heilige Wässer) Geothermalgebiet liegt an der Peripherie des Reporoa Kalderas und dürfte das farbigste solcher Gebiete in Neuseeland sein.  Verschiedene heiße Quellen (Abb.4a), Sinterterrassen (Abb.4b) und Schlammtümpel (Abb.4c) sind zu sehen, sowie auch der Lady Knox Geysir (Abb.4d) der jeden morgen mittels der Einfuhr von Seife zur Wallung gebracht wird.

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Weiter südlich befindet sich das Tongariro Massiv mit dem historisch aktiven Ngauruhoe Vulkankegel (Abb.5a, 5b), sowie auch Ruapehu Vulkan (Abb. 6a, 6b).  Diese wurden beide zuerst überflogen und danach von dem Tama Lakes Trail aus angeschaut.  Ruapehu war zuletzt 1995-1996 länger Aktiv.  Ein kurzlebiger Explosivausbruch fand aber im September 2007 statt.  Der Krater beinhaltet einen warmen See der bei Eruptionen zum teil oder ganz herausgeschleudert werden kann.  Ngauruhoe war zuletzt 1975 aktiv und scheint sich in einer ungewöhnlich langen Ruhephase zu befinden.

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Siehe Photovolcanica.com für mehr Bilder und eine detaillierte Beschreibung (auf Englisch) von White Island, Tarawera, Wai-O-Tapu, Tongariro und Ruapehu.

Die S Insel bietet wenig vulkanisches, ist aber Lebensraum von mehreren Pinguinarten und weiteren Meereslebewesen.  An der W Küste, nahe Haast, kann man den bedrohten Fiordland Crested Penguin (Abb. 7a, e) sehen, z.B. auf Monroe Beach.  Der noch seltenere gelbäugige Pinguin (Abb.7d) lässt sich in mehreren Reservaten auf der Otago Halbinsel an der O Küste beobachten.  Zudem kann man blaue Pinguine  (Abb. 7c) z.B. bei Oamaru beobachten, sowie die weiß-flossige Unterart (Abb. 7b) dieser Spezies in der Nähe von Akaroa auf der Banks Halbinsel.

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Neben seiner Tierwelt, bietet die Südinsel wenig Spektakuläres für diejenigen die schon oft alpine Landschaften, Gletscher und Fjorde gesehen haben.  Trotzdem hat diese Insel im Vergleich zu der dichter besiedelten Nordinsel eine besondere stille Atmosphäre die Naturliebhabern sehr zusprechen dürfte. Wer Zeit hat sollte daher möglichst beide Inseln besuchen.

Mehr Bilder und Informationen über Pinguine,

siehe Photovolcanica.com 

 

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© 2008 Photos und text by R..Roscoe (rr) last modification 08.03.2008