Rinjani, Batur, Merapi, Semeru, Bromo

Java, Bali (Indonesien), Teil 1

 Von Martin Rietze, organisiert von Chris Weber, (Aug/Sept. 2005)

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Bilder von Martins Java- und Indonesien Tour. Leitung Chris Weber

Schon seit Jahren wollte ich die Vulkane Indonesiens kennen lernen. Daher bot die diesjährige Reise nach Java mit VEI unter der Leitung von Chris Weber einen willkommenen Anlass dazu. Um auch noch einen Blick auf die benachbarten Inseln Bali und Lombok werfen zu können entschloss ich mich die Reise um 2 Wochen zu verlängern und die beiden weiteren Inseln auf eigene Faust zu erkunden. Diese Reise vom 13.8.-10.9.2005 sollte mir daher ohne Rücksicht auf gerade stattfindende Eruptionen einen ersten Eindruck von Landschaft und Leuten dieser Gegend verschaffen.

            

Im jetzigen Rückblick möchte ich diese Reise als vollen Erfolg werten, sowohl vom Ablauf, vom Wetter, von den Einheimischen, von allen Mitreisenden als auch von der zufällig angetroffenen vulkanischen Aktivität. Die folgenden Bilder konzentrieren sich im wesentlichen auf den dortigen Vulkanismus im Interesse dieser Website


Im folgenden eine Zusammenfassung des Reiseablaufs:

        

SCHLAMMVULKAN (KNEIPPS FUSSBÄLLE)

Am 14.8 Anflug nach Surabaya auf Java, am nächsten Tag Fahrt zum und Besuch des Bledug Kuwu Schlammvulkans. Obschon dort nur warmer Schlamm aufsteigt, lohnt ein Besuch dieses eigenartigen Vulkans sehr. Fast regelmäßig steigen Schlammblasen bis zu 10m in die Höhe und zerplatzen in spektakulären Formen. Der ganze Untergrund vermittelt das Gefühl einer frei treibenden Schlammembran, unter jedem Fußtritt federt der Boden. Bei einer zu weiten Annäherung versinkt man selbst mit Bergschuhen sehr schnell. Dementsprechend verwandelten sich meine in unförmige und kaum mehr zu reinigende Schlammklumpen. Die Nacht wurde in Yogyakarta verbracht. Der nächste Tag diente der Erkundung der Tempelanlage von Prambanan.

   

MERAPI,  LAVADOM,  BLAUE FLAMMEN

Am Abend bot eine Wanderung zur Südflanke des Merapi Einblicke in die Rockfall-Zone, leider konnte jedoch kein Ereignis registriert werden und dementsprechend langweilig sehen auch die Bilder in Richtung Lavadom aus. Bevor die Auffahrt zum Normalanstieg auf den Vulkan Merapi begann bot sich noch genügend Zeit, die beeindruckende buddhistische Tempelanlage von Borobudur zu besichtigen. Nach kurzer Nacht in Selo begann der Nachtaufstieg auf den Merapi. Leider verhinderte der dichte Gipfelnebel jede Sicht, lediglich der alte Lavadom und die legendären blauen Flammen des Merapi boten Abwechslung.

   

MERAPI, MERAPI-YOGAKARTA

Da am Vormittag das Wetter umschlug und stabileres Schönwetter versprach entschied ich mich spontan, ohne Gruppe in Selo zu bleiben und in der kommenden Nacht mit einem einheimischen Guide allein nochmals auf den Merapi zu steigen. Dies sollte sich auch lohnen, beste Aussicht und eine schöne Morgenstimmung konnten aber nicht dafür entschädigen, dass der inzwischen volle Mond bis in die Dämmerung hinein jegliches Licht der blauen Flammen überstrahlte. Im Laufe des Tages schloss ich mittel Zweiradtaxi bis zur nächsten größeren Stadt wieder zur Gruppe auf. Kleinere Wanderungen am vulkanisch weniger interessanten Vulkan Lawu beendeten den Tag. Der nächste Tag bot Gelegenheit zur Kraxelei am Kraterrand des Kelut und auch zum Abstieg bis zum Kratersee. Dieser gefürchtete Vulkan wirft alle paar Jahrzehnte durch eine Eruption den Kratersee aus, was dann zu den gefürchteten Lahars führt. Inzwischen wird der Seepegel zur Prävention künstlich reduziert.

   

   

SEMERU ( Bild mitte zeigt einen Überschlagsblitz !!)

Ziel des folgenden Tages war die Gegend etwa 12km südlich vom Vulkan Semeru. Nur von dort hat man eine guten Einblick in den aktiven Kraterkessel. Vor allem in den Morgenstunden waren alle 5-15 Minuten beachtliche Ausbrüche zu beobachten. Bei einem konnte deutlich ein Überschlagsblitz in der Eruptionswolke gesehen werden. Zum ersten Mal gelang es mir, dieses Phänomen im Bild festzuhalten. Am kommenden Morgen ging die Fahrt nach Norden hinauf nach Ranu Pani.

   

Mit dem Permit in der Hand sollte hier das 3-tägige Trekking durch schönen Urwald vorbei an Seen mit stetigem Ausblick auf die Eruptionswolken des Semeru beginnen. Vom Basiscamp begann der gemeinsame Aufstieg am 24.8. kurz nach Mitternacht. Obwohl nur 1000 Höhenmeter erfordert der lockersteinige Gipfelkonus vollen Einsatz. Die Belohnung blieb aber nicht aus: als ich als Erster um 3 Uhr oben ankam fand gerade die schönste Eruption der restlichen Nacht statt, die Kamera schon auslösebereit am Stativ.

    

SEMERU & GIPFEL

Teil II

Ätna     Stromboli      Vulkanwelt     Counter Cinema

Vom Ätna zum Stromboli      Planets & Space

 © photos & text by  Martin Rietze , Webbl Th. Böckel ,last modification 10.10.2005