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Popocatepetl, Mexico Die letzten ruhigen Tage |
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Auf dem Gipfel des aktiven Vulkans am zweiten März 1996 Der Popocatepetl (5426m). Blick von Amecameca aus. Wild tanzende Indigienas vor der Kirche und der belebte Markt von Amecameca. Der Aufstieg Um zumindest die verlassene Bergstation Tlamacas am Fuße des Vulkans zu erreichen war ein langer Weg durch die Kiefernwälder des seit zwei Jahren geschlossenen Popocatepetl-Parks zu bewältigen.Grund der Schließung war die seit langem erhöhte Seimik und das wiedererwachen des Vulkans seit 1994 infolgen von Eruptionsereignissen wie moderate Ascheausstöẞe und leichten Explosionen. Ein baldiger und längst überfälliger starker Ausbruch wurde vom Vulkanologischem Institut (CENAPRED) erwartet. Wãhrend des Aufstiegs sollte man sich allerdings vor den sehr angsteinflösenden Guide-Hunden in acht nehmen! ;-) Zur Linken haben wir Hund 'Popo' der uns bis zu einer Höhe von 4200m gefolgt war. Auf dieser Höhe tauschten wir 'Popo' gegen Mexicos Superhündin 'Cate' welche zuvor drei amerikanischen Bergsteigern bis zum Gipfel und zurück gefolgt war. Hündin' Cate' folgte uns wieder ohne Anzeichen von Schwächen bis zum Gipfel und zurück zur Basis Tlamacas. Hund Petl hatte Urlaub! Reaching the base 'Las cruzes'.
Der freistehende Nachbarvulkan
Iztaccíhuatl (5230), von dem
Zwischencamp 'Las Cruzes' aus (4550m).
Von Las Cruzes aus hatten wir auch einen phantastischen Blick über gesamt Mexiko City. Beide Photos (oben,unten) sind in die gleiche Richtung aufgenommen.(17.00h und 21.00h). Hola, Mexico City! Nachdem sich in der Nacht der Dunst aufgelöst hatte, war die glitzernde und prächtige Lichtkulisse von 30 Millionen Einwohnern klar über eine Distanz von 200 km zu sehen. Dies war ein Anblick der uns eine Gänsehaut vom Feinsten verpasste.
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Moin, moin um 4.50 am. Der sehr scharfe Wind und Minustemperaturen ließen uns in dieser Höhe katastrophal schlafen. Aber der Anblick des Pico Orizabas (5700), und der Flohbefall von Hündin Cate die sich sich ständig unter meinen Schlafsack schummeln wollte (Das Eindringen in die freiluftigen Schlafgemächer wurde während der Nacht mehrmals erfolgreich abgewehrt), gab uns wieder die Energie für den Aufstieg.
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Bernhard Bauer vor dem Büẞereisfeld! Erfürchtiges Erreichen des Kraterrandes Wir genießen das Panorama über Mexiko und über den riesigen Krater in Richtung Puebla. In dem über 800 m Durchmesser großen Krater befand sich bereits ein zweiter mit ca.100 m Durchmesser. In drei Tagen wird dieser Boden auf dem wir stehen allerdings nicht mehr existieren. Auf dem Gipfel des Vulkans.. mit der Heldenhündin 'Cate' rechts von Bernie Wir ahnen natürlich nicht dass in drei Tagen der Vulkan mit der stärksten Explosion nach 49 Jahren wieder ausbrechen wird. Am 5. März verwüstete bereits die erste Explosion im Krater die gesamte Gipfelregion wobei das Refugio buchstäblich komplett vom Gipfel geblasen wurde. Noch im März verloren 6 Bergsteiger nach erreichen des Kraterrandes bei einer weiteren heftigen vulkanischen Explosion ihr Leben. |
| Gewidmet, Bernhard Bauer |
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©2002 (2025) photos by T.Boeckel last
modification 18.1.2005
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